|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Guenter Sasse Handkes Kaspar Schon mit dem ersten Buehnenauftritt Kapars wird deutlich, dass es nicht um das Schicksal einer Einzelperson geht, sondern um einen dem Menschen als Menschen zugehoerigen Vorgang. Dieser Vorgang wird mit Kaspars theatralischer Geburt eingeleitet, die in seinen verzweifelten Bemuehungen, aus dem Buehnenvorhang herauszukommen, visll erfahrbar wird. Mit ihr wird der Beginn der menschheitsgeschichtlichen Sprachentwicklung in der Sprachsozialisation einer Buehnenfigur als Allegorie dargestellt. Nicht als fertige Figur mit einer Vorgeschichte, die in der Exposition nachgeholt wird, sondern gleichsam als tabula rasa betritt Kaspar die Buehne. So sollen sich die Zuschar nicht vorstellen koennen, dass, bevor sie eingetreten sind und die Buehne erblickt haben, auf der Buehne eine Geschichte schon vor sich gegangen ist. (1)In den ersten Szenen steht Kaspar sich selbst und seiner Umgebung hilflos gegenueber. Er kann nicht zwischen sich und den ihn umgebenden Dingen unterscheiden und ist damit handlungsunfaehig. Seine ersten Gehversuche in ihren grotesk -pantomimischen Formen zeigen ihn als eine Person, der nicht einmal die Vorwegnahme eines Bewegungsablaufes gelingt. Weder hat er einen Begriff von sich selbst noch von den nicht zu ihm gehoerigen Dingen. Er schaut zu, wie sich der Boden von ihm entfernt. Er zeigt, mit der ganzen Hand, auf den sich entfernenden Boden.Die auf der Buehne herumstehenden Einrichtungsgegenstaende erschrecken ihn, da er ihre Gebrauchsweisen nicht kennt. Deshalb geht er mit ihnen nicht auf die uebliche, sondern auf eine zufaellige Weise um. So heisst es in einer Regiebemerkung: Kaspar geht zum Schaukelstuhl. Er geht um den Schaukelstuhl herum. Er beruehrt den Schaukelstuhl wie unabsichtlich. Der Schaukelstuhl geraet in Bewegung. (...) Dann, als der Schaukelstuhl gerade an den Kipppunkt gelangt und es einen Augenblick lang unsicher ist, ob er fallen oder weiterschaukeln wird, gibt er ihm mit der Hand einen ganz leichten Stoss, der aber ausreicht, dass der Schaukelstuhl umkippt. Kaspar rennt vor dem umgekippten Schaukelstuhl davon.Da Kaspar als koerperlich ausgereifte Person auf die Buehne kommt, kann seine Unfaehigkeit, mit den Dingen auf die uebliche Weise umzugehen, nicht auf noch nicht ausreichend entwickelte physische und kognitive Faehigkeiten zurueckgefuehrt werden. Als einzige Erklaerungsmoeglichkeit verbleibt seine Sprachlosigkeit. Ohne Sprache, mit deren Hilfe er die chaotische Menge der Wahrnehmungsdaten in eine geordnete Eigenwelt ueberfuehren koennte, ist er hilflos. Ohne Sprache fehlt ihm nicht nur jede Moeglichkeit der Handlungsantizipation, die ihm erst die geordnete Abfolge einzelner Bewegun
wObedient Sex Slave Szh Barack Ob7 Map Sex Slave DRAMAc m m Sex e Slave Sex
kObedient Sex Slave Szh Barack Ob7 Map Sex Slave DRAMAa f Sex Slave
| |